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Dienstag, 20.01.2026

SciArt Dialogue Week Conference January 2026

CERN, künstlerische Ansicht ©Michael Hoch, CERN

Inspirierende Teams junger kreativer Fachleute mit wissenschaftlichem und künstlerischem Hintergrund schaffen einen interdisziplinären Dialog und arbeiten gemeinsam an der Schaffung aussagekräftiger Ausdrucksformen zu wissenschaftlichen Themen.

Physik und Kunst im Dialog: Im Zuge der Aktivitäten des geisteswissenschaftlichen Schwerpunktbereichs Wahrnehmung: Episteme, Ästhetik, Politik besuchte eine Gruppe von Grazer Forscher:innen und Studierenden mit diversen akademischen Hintergründen das weltberühmten Forschungszentrum CERN in Genf. Die Expert:innen aus der Philosophie (Dr. Philipp Berghofer und Lioba Strieder), Physik (Georg Wieland und Niklas Notter) Religionswissenschaft (Prof. Franz Winter), Musikwissenschaft (Prof. Susanne Kogler und Joep Janssens) und Kunstwissenschaft (Raphaela Miklauc) sowie Co-Kurator vom ORF Musikprotokoll Susanna Niedermayr wurden in CERN vom dort tätigen Dr. Michael Hoch herzlichst empfangen. Im Rahmen einer multidisziplinären Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Künsten, Geistes- und Naturwissenschaften trafen Studierende sowie wissenschaftliche und künstlerische Expert:innen aus aller Welt zusammen, um über die Bedeutung und das Potenzial der Verbindung von Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und Künsten miteinander in Dialog zu treten. 

UXC55 X4 Balkon CMS open - 5. Mai 2023

Neben anregenden Vorträgen aus den Bereichen Physik, Religionswissenschaft, Musik- und Kunstwissenschaft, Wissenschaftsvermittlung und Pädagogik stellten Künstler:innen ihre Werke vor. Die aufgeschlossene Grundstimmung der Veranstaltung ermöglichte fruchtbare Diskussionen, die sowohl die Künstler:innen, Geistes- als auch Naturwissenschaftler:innen einluden, Phänomene jenseits der Horizonte der eigene Disziplin zu verstehen. Weitere Höhepunkte der Workshop-Woche waren die Exkursionen zu den verschiedenen Forschungsstätten des CERN, darunter drei Teilchenbeschleuniger. Am Montag den 12. Jänner besuchte die Gruppe das Experiment ALICE, wo Quark-Gluon-Plasma erzeugt und gemessen wird, eine Materie, die etwas über den Zustand direkt nach dem Urknall unseres Universums aussagen kann. Anschließend besuchten die Gäste das CERN Control Centre, wo der 27 km lange Teilchenbeschleuniger durchgehend überwacht wird. Die nächste Station bildete das CMS-Experiment. Hier wurde die Existenz vom 1964 theoretisierten Higgs-Boson 2013 empirisch bestätigt. Am gleichen Tag machte die interdisziplinäre Gesellschaft noch einen Besuch in der Kontrollkammer des AMS-02, wo mit einem Detektor für kosmische Strahlung an der Internationalen Raumstation (ISS) versucht wird, Antimaterie und dunkle Materie besser zu verstehen. Am nächsten Tag ging es zur Antimatter Factory, wo sich die Gruppe über den dortigen Entschleunigerring ELENA, womit Antimaterie hergestellt und untersucht wird, informieren ließ. Das CLOUD-Experiment wurde am nächsten Tag besucht. Dies beschäftigt sich mit der Forschung von Aerosolen und Wolken – wichtige Phänomene hinsichtlich des Klimas auf der Erde. 

Zum Programm (mit ausführlicher Fotodokumentation der SciArt Dialogue Week Conference 2026)

Teilnehmende (Kunst-)Institutionen: Universität Graz, Kunstuniversität Graz, ORF musikprotokoll im steirischen herbst, Art Department & Communication Department FSU Florida State, University, University of Alabama Art & Art History Department and Journalism, Creative Media Department, Pädagogische Hochschule Wien, RMIT Melbourne, Australien, und ORF Ö1 Österreich.

Die fertigen Kunstwerke werden im Rahmen des ORF Festivals musikprotokoll im steirischen herbst 2026 (08.-11.10.2026) präsentiert.

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Die internationale und interdisziplinäre Konferenz „Die Handschrift des Demiurgen: Stildenken und Naturwahrnehmung“ brachte am 27. und 28. November 2025 Forschende der Kunst-, Kultur- und Musikwissenschaften an der Universität Graz zusammen. Im Rahmen des Fakultätsschwerpunktes „Wahrnehmung: Episteme, Ästhetik, Politik“ standen Fragen hinsichtlich des Verhältnisses von Stil, Naturerfahrung und erkenntnistheoretischer Praxis im Fokus.

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