Drei Tage lang wurde die Universität Graz im Rahmen des ORF musikprotokoll 2026 “Supernova” zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Dialogs zwischen Physik, Musik- und Kunstwissenschaft sowie Philosophie und Theologie. Das Symposium, inspiriert von einer Exkursion zur SciArtDialogue Week am CERN, brachte internationale Expert:innen, Künstler:innen und Studierende zusammen, um die Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst neu auszuloten. Im Fokus standen Fragen, wie sich unsichtbare Prozesse des Universums in künstlerische Ausdrucksformen übersetzen lassen und wie neue Narrative und Materialien im Spannungsfeld beider Disziplinen entstehen.
Die Eröffnung am 6. Oktober setzte bereits ein starkes Zeichen: Simon Riedl (Stadt Graz), Markus Fallenböck (Vizerektor der Universität Graz), Klemens Fellner (Fakultät für Naturwissenschaften) und Anouschka Foltz (Fakultät für Geisteswissenschaften) begrüßten die Gäste, bevor die Organisatorinnen Susanna Niedermayr (ORF musikprotokoll) und Susanne Kogler (Institut für Kunst- und Musikwissenschaft, Universität Graz) in das Thema einführten. Das vielseitige Programm reichte von Vorträgen über die Farben des frühen Universums oder künstlerische Perspektiven auf Quantenphysik bis hin zu transdisziplinären Projekten wie art@CMS/ORIGIN.
Ein Workshop, die Paneldiskussion mit Vertreter:innen des steirischen herbst sowie das Begleitgespräch im Rahmen der Vernissage der Ausstellung „Supernova“ im Volkskundemuseum – gestaltet von Künstler:innen und Studierenden der KUG – machten das Symposium zu einem lebendigen Labor für neue Ideen, inhaltlich eingebettet in das künstlerische Programm des ORF musikprotokoll. Besonders der Workshop „Thinking Outside the Box“ mit Pablo Garcia Tello (CERN IdeaSquare) lud dazu ein, gewohnte Denkmuster zu verlassen und gemeinsam Zukunft zu gestalten.
Das Symposium „Space, Time and Material“ zeigte eindrucksvoll, wie inspirierend und produktiv die Begegnung von Wissenschaft und Kunst sein kann – und wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit beider Welten steckt.