Nach ihrer Promotion an der Universität Navarra und einer vom National Science Council geförderten Postdoc-Forschung beim Bildungsministerium in Taiwan, war sie sowohl in der Lehre als auch in der Forschung an der Taipei National University of the Arts und der Shih Chien University tätig. Derzeit engagiert sie sich an der Universität Navarra in den Bereichen Management und Architektur und ist Mitglied verschiedener nationaler und internationaler Fachgesellschaften für Ästhetik und Kunstgeschichte.
Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf dem Konzept der künstlerisch-ökologischen Nische. Sie untersucht, wie künstlerische Schaffensprozesse und die Wahrnehmung von Kunst durch ein Zusammenspiel innerer und äußerer Faktoren geprägt werden. Als Mitglied der Forschungsgruppe „Aesthetics and Contemporary Art“ an der Universität Navarra bringt sie einen interdisziplinären Ansatz in ihre Arbeit ein.
Während ihres Aufenthalts in Graz setzt Dr. Chen ihre Forschung von 2025 am Institut für Kunst und Musikwissenschaft fort und erweitert diese. Ihr aktuelles Projekt widmet sich dem Rahmen der integralen Ökologie und erforscht, wie zeitgenössische Künstler:innen in Österreich ökologische Denkweisen in ihre visuellen und klangbasierten Praktiken integrieren. Dabei analysiert sie, wie Bildende Kunst, Klang und Musik miteinander verbunden werden, um den eco-kritischen Diskurs zu bereichern und neue Perspektiven auf das Verhältnis von Kunst und Umwelt zu eröffnen. Ihr Aufenthalt bietet spannende Impulse für die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Kunst, Musik und Wissenschaft.